Modellschule für Partizipation und Demokratie

KlassenratSeit dem Schuljahr 2009/2010 ist die RNS Modellschule für Partizipation und Demokratie.

Um die Schülerinnen und Schüler stärker aktiv am Schulleben zu beteiligen und mitbestimmen zu lassen, wurden vielfältige Partizipationsmöglichkeiten geschaffen bzw. weiterentwickelt. Vor allem die Klassenräte und die monatlich stattfindenden Schulversammlungen ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern demokratische Verfahren zu verstehen und einzuüben: „Wer beteiligt ist, ist eher bereit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“

Infos unter: www.rlp.ganztaegig-lernen.de/die-serviceagentur

 

Beispiele für Partizipation im schulischen Umfeld:

- Klassenrat

- Atelierarbeit

- monatliche Schulversammlungen

- Würdigung besonderer Leistungen und Kompetenzen von Schülern in den Schulversammlungen und am Schülerbrett

- SV-Arbeit (u.a. monatliche Arbeitstreffen, Soziale Dienste, Wahl der Schülersprecher durch die gesamte Schülerschaft nach interner Qualifizierung und „Wahlkampfveranstaltungen“)

- Patenschaften von älteren zu jüngeren Schülern

- Lesescout-Pausen

- betreute Freizeit durch Schülerassistenten

- Schülerkiosk zur Pausenverpflegung

- gemeinsame Erarbeitung der Schulregeln

- SKT (SozialesKompetenzTraining)

- Streitschlichtung

- GTS-Raum-Gestaltung durch Schüler

- gemeinsame Gestaltung des Pausenhofs und des Schulgartens

- Schülerzeitung

- Mitentwicklung und -gestaltung der Schulhomepage durch Schüler

- Förderplan-Gespräche mit Schülern und Eltern

- Erwerb des Profipasses

- Praktikumsmesse

- individuelle Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf

 

Beispiele für Partizipation im außerschulischen Umfeld:

- Benimm-AG zum Erwerb von Kompetenzen im außerschulischen sozialen Umfeld

- Praxistag der Klassen 8 und 9

- Leben und Lernen mit Senioren und anderen Einrichtungen im Stadtteil (Senioren als „Leseomas“ und „Lerncoaches“ im Unterricht und in den Projektwochen, jährliche „Lesefieber“-Veranstaltung: Schüler als Lese- und Lernhelfer für Kinder aus Kindergarten und Grundschule im Stadtteil)

- Unterstützung der Arbeit im Tierheim durch Schüler

 

Der Klassenrat

Mit Einführung der Ganztagsschule wurde Schule als Lernraum für die Schülerinnen und Schüler noch mehr zum Lebensraum, das Bedürfnis nach Mitbestimmung und Mitgestaltung des Schullebens immer stärker. Aus den regelmäßigen, aber oft unstrukturierten Gesprächsrunden in den einzelnen Klassen entwickelte sich nach und nach der Klassenrat als strukturierte Einrichtung in allen Klassen.

Die Resonanz bei Schülern und Lehrern ist durchweg positiv.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen am Klassenrat, dass alle die Chance erhalten, ihre eigene Meinung zu sagen und Wünsche zu äußern. Sie können sich wesentlich an der Gestaltung des Unterrichts und des Schullebens beteiligen. Sie werden ernst genommen. Das Klassenklima verbessert sich, da der Klassenrat ein verlässlicher Raum ist, in dem Konflikte bearbeitet werden können. Der Zusammenhalt in den Klassen wächst.

Die Lehrerinnen und Lehrer schätzen am Klassenrat, dass die Schüler an ihren eigenen Themen wichtige Kernkompetenzen, wie Leiten von Diskussionen, Anfertigen von Protokollen und konstruktives Kommunizieren erwerben. Die Schüler identifizieren sich stärker mit der eigenen Klasse bzw. der Schule und den geltenden Regeln, wenn sie mitentscheiden können. Die „Tür- und Angel“-Gespräche zur Konfliktklärung reduzieren sich auf ein Minimum, da die Besprechung auf einen zeitlich absehbaren Zeitraum verschoben wird: „ Schreib es auf die Wandzeitung für den nächsten Klassenrat.“ Der Unterricht wird dadurch merklich entlastet.

Das Prinzip des Klassenrats soll nun in die monatlichen Schulversammlungen übertragen werden.

 

Atelierarbeit

- Ein Lernkonzept für selbstständiges Arbeiten in heterogenen Gruppen -

 

Wie können Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernbeeinträchtigungen individuell gefördert werden? Wie können sie trotz zunehmend heterogener Klassen und Lerngruppen in gemeinsame Lernerfahrungen eingebunden werden? Bei der Atelierarbeit an der Rhein-Nahe-Schule  stehen die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Schüler im Mittelpunkt. Die Schüler können in vier vorbereiteten Ateliers (Sprach-, Sach-, Mathe- und Künstleratelier) möglichst nach selbstgestellten Vorhaben und Plänen zu einem bestimmten Rahmenthema arbeiten.

 

Die Atelierarbeit ist ein Lernkonzept, bei dem die Schülerinnen und Schüler selbsttätig und selbstorganisiert arbeiten. Jedes Kind kann unterschiedlich anspruchsvolle Arbeiten auswählen, in seinem eigenen Tempo lernen und sich damit selbst differenzieren. Das Konzept basiert auf den Bildungsstandards und den jeweiligen Rahmenplänen. Die Lehrer übernehmen hierbei die Aufgabe, die Ateliers vorzubereiten und den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler zu begleiten und zu dokumentieren.